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Rotpunktverlag

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Die Völkerwanderungen der Walser am Ende des Spätmittelalters zählt zu den letzten im alpinen Raum. Dieser Wanderführer folgt den Spuren der Walser und ihrer alten Kultur auf dem 2010 neu eröffneten Walserweg Graubünden. Der Weitwanderweg erstreckt sich über rund 300 Kilometer durch walserische Gemeinden und eine vielfältige alpine Landschaft. Ausgangspunkt ist San Bernardino in der südbündnerischen Mesolcina (Misox), Endpunkt ist Brand in Voralberg. Auf der Wanderung quer durch Graubünden lernen wir die Walser in diesem Gebiet kennen: ihre Geschichte, ihre Sprache, ihre Literatur, ihre Architektur, ihre Arbeitsweise. Wir erfahren, wie sie aus Wildnisgebieten Kulturlandschaften gestaltet haben und welchen Herausforderungen sie sich heute stellen müssen.

Ab CHF 33.15
Die Romane fuhren ins Turin der vierziger Jahre, wo jugendliche Erwartung und Lebensgier, das ubermutige Bedurfnis, die Norm zu ubertreten, in Desillusionierung und gescheiterte Leidenschaft munden. "e;Damals war immer Festtag"e;, so setzt Der schne Sommer ein. Ginia, eine junge Schneiderin, entdeckt die Cafs unter den Arkaden und verliebt sich in den Maler Guido. Bald schon steht sie ihm Modell. Einer Versuchung erliegen auch die drei Studenten in Der Teufel auf den Hgeln, die wenig schlafen und viel reden, wenn sie nachts durch die Stadt laufen. Als sie auf dem Landsitz eines Mailnder Dandys ein paar wilde Sommertage verbringen, ist ihrer Jugend abrupt ein Ende gesetzt. Clelia aus Die einsamen Frauen knnte einmal die junge Ginia gewesen sein. Die erfolgreiche Modedesignerin kehrt in ihre Heimatstadt zurck, da wird vor ihren Augen die lebensmde Rosetta, "e;aufgedunsenes Gesicht und wirre Haare, in einem Abendkleid aus hellblauem Tll, ohne Schuhe"e;, auf einer Trage abtransportiert. Die Schattenseite der frhlichen Serenaden?Paveses "e;Turiner Romane"e;, 1950 mit dem Premio Strega ausgezeichnet, haben mit ihrer Aufgekratztheit, der atemlosen Suche nach dem Geheimnis des Lebens und dem seinerzeit neuen jazzhaften Rhythmus auch siebzig Jahre nach Erscheinen nichts von ihrer Modernitt verloren. Sie liegen nun vollstndig in Neubersetzung von Maja Pflug vor
CHF 28.00

Wo Anna Göldi zur Richtstätte schritt, wo Max Frisch in einen Bergbach fiel, wo Jakob Stutz eine Dichterschule führte, wo Siedler ein Gottesreich auf Erden errichten wollten, wo eine Walserin aus dem Calfeisental mit einem Kuss ihr Glück verscherzte, wo Ludwig Hohl auf wilden Klettereien den Ruf zum Dichter empfing, wo Tim Krohns Vreneli auf dem Gletscher 'Blüemli bislete': An diesen und weiteren Orten kommen wir vorbei, wenn wir Hügel, Täler, Ebenen, Seeufer und Berggebiete zwischen Schnebelhorn, Churfirsten und Tödi auf den Spuren von Autorinnen und Autoren durchstreifen. Dabei erleben wir ihre Geschichten, Empfindungen und Erinnerungen auf Schritt und Tritt. Zum Beispiel auf einem Spaziergang über den Pfannenstiel, einer Rapperswiler Stadtwanderung, auf Wanderwegen über die Zürcher Oberländer Höhen, Sagenpfaden im Sarganserland oder steilen Aufstiegen in den Glarner Bergen. Die siebzehn literarischen Wanderungen mit Bezügen zu über fünfzig Autorinnen und Autoren sind alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, die meisten sind Tageswanderungen, können aber zu zwei- oder dreitägigen Touren verbunden werden.

Ab CHF 21.25

Die vorliegenden neuen Texte sind messerscharfe Reflexionen innerer Landschaften, die im sprachlichen Konzentrat und in den Bildmontagen dem Leser Denkraum gewähren. Der Weg zwischen dem Ich und den anderen ist endlos, aber die Unendlichkeit erscheint nicht hoffnungslos. Lisa Elsässers Lyrik ist wie ein Baum, der sich gegen die Windrichtung neigt. Als wäre sowas möglich.

Ab CHF 26.35

Pässe sind vieles: historisch bedeutsame Verkehrswege, Zeugen der Technikgeschichte, laufend ak¬tualisierte Kulturlandschaften, Brücken zwischen Regionen, Sprachen und Kulturen, Fixpunkte im kollektiven Selbstbild der Schweiz. Pässe sind nicht nur deutlich wichtiger, sondern auch viel symbolhafter als Gipfel - sie stehen nicht für ein erreichtes Ziel, sondern für einen Übergang, für eine Vorahnung, für die Vorfreude oder gar Sehnsucht nach etwas Neuem. Von Meiringen über die Grosse Scheidegg nach Grindelwald, vom Appenzellerland über die Schwäg¬alp ins Toggenburg, von Airolo über den Gotthard nach Göschenen, vom Engadin über den Bernina ins Puschlav, vom Val d'Entremont über den Grossen St. Bernhard ins Valle d'Aosta: Alpenpässe führen stets von einer Ortschaft im Grünen durch Wälder, später über Alpweiden und zunehmend karge Gebirgslandschaften zu einem Kulminationspunkt - und auf der anderen Seite allmählich zurück ins Grüne. Das sorgt für große landschaftliche Vielfalt. Am intensivsten lassen sich Pässe zu Fuß erleben, zweifellos. Und am besten? Mit diesem Buch, einer neuartigen Kombination aus Kulturführer, Bildband, Geschichtensammlung und Wanderanleitung.

Ab CHF 41.65

Jeder Mensch »hat« einen Körper, obwohl wir vielmehr sagen müssten, dass wir ein Körper sind. Körper und Geist, Körper und Seele sind eng miteinander verflochten. Wir sollen auf unseren Körper »hören«, sagen Ratgeber gerne. Wie aber »spricht« er, und was sagt er uns? Wie »lesen« wir unseren eigenen Körper und den der anderen? Wann sind wir stolz auf unseren Körper, wann fühlen wir uns von ihm beschämt oder verraten? Wie werden Körper von der Gesellschaft kategorisiert, be- und verurteilt, in eine Norm gepresst, diszipliniert - und wie wären sie von diesen Diktaten zu befreien? Rund fünfzehn Autor¬innen und Künstler aller Schweizer Landessprachen geben eigenwillige, provokative, poetische Antworten. Visuell: Menschliche Körper verschmelzen mit Tieren und Pflanzen in Lucie Kohlers Zeichnungen und Bildern. Die Figuren erscheinen unheimlich und doch vertraut, sie erschrecken und verwirren, verströmen aber auch einen ruhigen Zauber. Porträts: Über die Einsamkeit und die Freiheit des Körpers, über seine Darstellung und seine Wahrnehmung denken die Deutschschweizer Autorin Annette Hug, die Franco-Romande Corinne Desarzens und der Tessiner Dichter Leopoldo Lonati nach. Ihre Werke sind (neu) zu entdecken, und sie geben im Gespräch Einblick in ihre Arbeit. Inédits: Wie verändern sich Körper im Lauf der Zeit? Wann empfinden sie Lust oder Schmerz? Erweitert der virtuelle Raum die Möglichkeiten des Körpers? Was bedeutet die Aufforderung »Trag dir Sorge«? Welche Körperräume eröffnen sich beim Schreiben? Arthur Brügger, Isabelle Garcia Gomez, Olimpia de Gerolamo, Sarah Elena Müller, Anna Ospelt und Asa S. Hendry umkreisen Körperbilder und -erfahrungen in Prosa und Poesie. Übersetzen: Eine Comic-Sequenz über die Arbeit zweier Übersetzerinnen - wie soll das gehen? Josée Kamoun, die u. a. George Orwell, Philip Roth und Virginia Woolf übersetzt hat, unterhält sich mit ihrer jungen Kollegin Monique Kountangni. Die Künstlerin Juliette Mancini begleitet den Dialog mit ihren Bildern.

Ab CHF 28.90

Ueli Mäder nimmt Abschied von seinem älteren Bruder Marco. Er tut dies mit einem Brief, der wie ein Zwiegespräch daherkommt. »Wie kamst Du dazu, Dich zu Tode zu saufen? Du warst so erfolgreich unterwegs. Bei mir hätte ich es ja noch verstanden.« Was führte zum Bruch? Der Versuch, zu verstehen, verknüpft persönliche und gesellschaftliche Veränderungen. Zehn Jahre nach dem Tod seines Bruders Marco schreibt Ueli Mäder dieses Buch und setzt sich mit den Fragen auseinander, die schon im ersten Schrecken über ein elendes Ende aufbrachen. Marco war nicht nur ein Nationalliga-Handballer, er war belesen, feinfühlig, unabhängig und ein hoffnungsvoll engagierter Mensch. Wie konnte dieses an Möglichkeiten so reiche Leben so destruktiv zu Ende gehen? Was war das für ein Leben? In welcher Zeit? Welche gesellschaftlichen Umstände, unter denen Marco häufig litt, prägten seinen Weg? Auf der Suche nach Antworten tauchen immer mehr Erinnerungen und neue Fragen auf. Sie beziehen sich auch darauf, wie sich Marco mit Abhängigkeiten, Erwartungen, Erfolg, Liebe, Leiden, Mangel, seinen Lektüren, wissenschaft¬lichen und politischen Debatten auseinandersetzte.

Ab CHF 24.65

Der erste Teil der Grande Traversata delle Alpi (GTA) führt von der Schweizer Grenze im Süden des Wallis durch die wilden Randgebiete des Nationalparks Gran Paradiso bis ins Susa-Tal westlich von Turin. Die Route verläuft auf 34 Tagesetappen stets auf alten Wegen. Übernachten kann man in sogenannten Posti tappa, die von Einheimischen geführt werden, und der Wanderer erlebt diese stark von Abwanderung geprägten Alpentäler aus der Perspektive der lokalen Bevölkerung. Die beiden Bände des Wanderklassikers wurden für diese 9. Auflage auf den neuesten Stand gebracht. Sie beschreiben den Wegverlauf und bieten alle Informationen, die GTA-Wandernde benötigen. Darüber hinaus vermitteln sie umfassendes Hintergrundwissen über die durchwanderten Regionen.

Ab CHF 29.75

Die Grande Traversata delle Alpi (GTA) ist einer der beliebtesten Weitwanderwege der Alpen. Er führt von der Südgrenze der Schweiz (Wallis) in 68 Tagesetappen quer durch die Täler der piemontesischen Alpen bis ans Mittelmeer bei Ventimiglia. Die Route verläuft stets auf alten Wegen, übernachten kann man in sogenannten Posti tappa, die von Einheimischen geführt werden. Die beiden Bände des Wanderklassikers wurden für diese 9. Auflage auf den neuesten Stand gebracht. Sie beschreiben den Wegverlauf und bieten alle Informationen, die GTA-Wandernde benötigen. Darüber hinaus vermitteln sie umfassendes Hintergrundwissen über die durchwanderten Regionen.

Ab CHF 50.15

Das Valle Maira im Südwesten des Piemont - im vergangenen Jahrhundert dramatisch entvölkert - bietet heute sanften Tourismus pur. Initiative Leute, Dage¬bliebene und Zugewanderte, haben das fantastische alte Wegnetz des Tals an der Grenze zu den französischen Alpen zu neuem Leben erweckt. Hauptader ist der Mairaweg, auf dem sich das Tal in ein bis zwei Wochen umrunden lässt. Ursula Bauer und Jürg Frischknecht liefern alle Informationen zu den einzelnen Etappen des Mairawegs und seinen Varianten: Zweitageswanderungen in die Nachbartäler sowie Ausflüge zur Provinzhauptstadt Cuneo, zum Talort Dronero und nach Acceglio, dem Ausgangspunkt am Ende des Tals. Dazu wird zu jeder Etappe eine Geschichte serviert. Und Abend für Abend locken Klein-aber-fein-Adressen mit regionalen Antipasti und mehr. Für die 10. Auflage wurden alle Service-Infos auf den neuesten Stand gebracht. Es gibt neue Geschichten und neue Unterkünfte. Und zum Jubiläum ein neues Umschlagbild: La Barca. Was es mit dem Boot ganz oben im Valle Maira auf sich hat, auch das steht in der neuen Ausgabe.

Ab CHF 33.15
Ein Bergdorf im Tessin. Das frisch gestrichene Gemeindehaus, die Bar, wo der Alkohol fliet, der Schulbus aus Acquarossa, der Bauer Sosto, der letzte, der Kuhe hat. Das Dorf von Felice. Vor dem ersten Hahnenschrei bricht er auf, der alte Kauz, der meistens barfu lauft, um in einer Gumpe weit oben hinter dem Kiefernwald zu baden. Auch bei Regen, auch bei Schnee. Danach hackt er Holz, pfluckt im Garten Kakis, und wenn er im Wald Pilze findet, kommt er mit Kase zuruck. Der junge Mann aus der Stadt, der mit ihm geht, entdeckt eine nie gesehene Dunkelheit, eine Stille, die horbar, eine Kalte, die Hitze wird - und so manches Geheimnis um den neunzig Jahre alten Mann. Ihm wird klar: Wir durfen uns Felice als glucklichen Menschen vorstellen. Tage mit Felice ist ein minimalistisch erzhlter Roman ber die Kunst des einfachen Lebens und zugleich das Portrt eines Dorfs im Bleniotal. Dort oben, den Hrten der Jahreszeiten ausgesetzt, wo niemand ein leichtes Auskommen hat, sind die Menschen rau und wortkarg und lieber mit den Tieren zusammen. Und doch ist da eine starke Gemeinschaft, die Leben und Tod und den Einbruch des technischen Zeitalters ganz selbstverstndlich teilt. Eine ergreifende, entschleunigende Lektre.
CHF 23.00
Der Brief des Anwalts ist unmissverständlich: Seine Frau will die Trennung, er muss die gemeinsame Wohnung verlassen, der Sohn bleibt bei der Mutter, das Auto kann er behalten. Weil er arbeitslos ist, hat er keine andere Wahl, als in ein altes Ferienhaus in einem Bergdorf zu ziehen, eine Stunde von der Stadt entfernt. Getrieben von der Angst, auch noch seinen Sohn zu verlieren, rast er den Berg hinauf und hinunter, nimmt jeden Gelegenheitsjob an, den er bekommen kann, pendelt zwischen seinem Psychiater und seiner Anwältin, pumpt sich voll mit Bier und Tabletten. Die Tage ohne Arbeit verschwimmen im Delirium, bis er anfängt, seine Umgebung wahrzunehmen, den Garten in Ordnung zu bringen, im Kamin Feuer zu machen. Er beginnt wieder zu malen, wie früher, wie Alfonso Ossorio, sagt man ihm, einer, der gemalt habe wie Jackson Pollock, nur ein bisschen anders. Vor allem aber wird das Ferienhaus zum Refugium, das er jedes zweite Wochenende mit seinem Sohn teilt. Hier ist Raum für Spiele und Vertrautheit. Hier kommt, zusammen mit dem Winter, langsam wieder Ruhe in sein Leben. "Davonkommen" ist ein einziges großes Decrescendo. Der Roman kann, muss aber nicht, als Vorgeschichte zu "Tage mit Felice" gelesen werden.
CHF 24.00

Die »größte Wildnis Italiens« befindet sich zwischen Domodossola und dem Lago Maggiore, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die 4. Auflage des Wanderführers enthält neue Fotos, neue Routen und eine neue Etappierung der bestehenden Routen. Dazu wurden alle Informationen zu Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten aktualisiert sowie die Angaben zum öffentlichen Transport auf den neusten Stand gebracht. Zu den nützlichen Angaben zur Planung der Touren kommen Informationen über die Städte Verbania und Domodossola, über die wechselvolle Geschichte des Val Grande und Geschichten von Partisanen, Eremiten, Schmugglern und Köhlern.

Ab CHF 29.75

»Seine Frau schaute ihn an. Nach einer Pause ­öffnete sie den Mund und holte ein wenig Luft, um etwas zu sagen. Dann schloss sie den Mund wieder. Es fiel ihr keine Antwort ein. Sein Versuch, das Schicksal zu erklären, überzeugte sie nicht.« Eigentlich müsste Peter ein unglücklicher Mensch sein, aber der Zufall, oder eine gütige Vorsehung, hat dafür gesorgt, dass dem höflichen Beamten ein »Empfindungschromosom« fehlt. Es scheint alles an ihm abzuperlen wie an einer Regenhaut. Doch als er zufällig zum Reisebegleiter eines fremden Jungen wird, entspinnt sich eine zarte, beinahe zärtliche Beziehung zwischen dem grauen Peter und Zéphyr, dem Jungen mit der orange­farbenen Schwimmweste. »Zschokke ist ein Meister der Gestaltung der Ereignislosigkeit, des Understatements, der Sensationen des Gewöhn­lichen in scheinbar purer Poesie; seine Texte pendeln dabei stetig zwischen unverhohlener Melancholie und betörender Beschwörung kleinster Glücksmomente.« Hans Ulrich Probst

Ab CHF 23.80

Es gibt ja nicht Dutzende Möglichkeiten, Sex zu haben - jedenfalls nicht im Großen Magazin: im Stehen an Regalen oder im Liegen auf dem Boden oder aber im Liegen auf dem Tisch. Die Regale waren voller Bücher, der Boden hart, kalt, unbequem; blieb der Tisch. Wir haben das alle schon mal in einem Film gesehen, ein Schreibtisch voll mit Akten, die man mit einer kräftigen Handbewegung runterfegt, um Platz für einen Quickie unter Kollegen zu haben, und natürlich haben wir das alle mindestens einmal vorgehabt, und Sie vielleicht auch, auf dem Schreibtisch hier, habe ich mit einem schlüpfrigen Grinsen hinzugefügt, aber der Richter hat nicht darauf reagiert, also bin ich zu Vasco zurückgekehrt, der einen Moment lang vorhatte, es so zu machen wie in den Filmen, nur lagen auf diesem Tisch keine ordinären Akten, die er hätte durch den Raum schleudern können, da lag die Gutenbergbibel, da lagen die korrigierten Fahnenabzüge der Blumen des Bösen, da lag die Originalausgabe von Eine Zeit in der Hölle, da lag die Originalausgabe der Saturnischen Verse - es waren die seltensten Bücher aus dem Magazin der seltenen Bücher, also löste Vasco sich von Tinas Lippen und sagte: Räumen wir sie weg.

Ab CHF 23.80

Von den eisgekrönten Bergspitzen des Berninamassivs bis zu den ersten Rebhängen im Veltlin sind es 25 Kilometer. Dazwischen liegt das Val Poschiavo, das Puschlav. Das Tal, hinter dem Berninapass gelegen und an Italien angrenzend, gehört zu den vier italienischsprachigen Bündner Bergtälern - und genießt zu Recht den Ruf, ein Wanderparadies zu sein. 21 Wanderungen führen rund ums Puschlav und über seine Grenzen hinaus. Sie zeigen das Tal in seiner landschaftlichen Vielfalt, die von glazialen Hochebenen im Norden über verlorene Bergseen und dunkle Wälder bis hin zu den Kastanienwäldern im Süden reicht. Neben der intakten Natur überrascht das Tal aber auch mit dem südlich anmutenden Hauptort Poschiavo, in dessen Gassen und Häusern sich Geschichten finden, die von der bewegten Vergangenheit des Val Poschiavo erzählen. So bietet das Buch nicht nur attraktive Wandervorschläge, sondern lädt auch zu historischen Streifzügen ein, welche einen Einblick in ein Tal erlauben, das sich zwischen Abgeschiedenheit und Weltzugewandtheit immer schon seinen eigenen Weg suchte.

Ab CHF 17.85

»Es ist nur so, dass sich mein altes Leben gerade aus dem Staub macht. Es schleicht sich einfach davon. Das Ansehen, das Aussehen, das Auftreten. Alles nicht mehr wichtig, nicht mehr gefragt. Die Vorsilben blättern ab wie alter Verputz. Was sehe ich, wenn ich nicht mehr aussehe? Wo trete ich hin, wenn ich nicht mehr auftrete?« Nach dem Ende ihres Berufslebens hat die Erzählerin in Kathrin Burgers ebenso persönlichem wie poetischem Debüt die Stille der frühen Stunden für sich entdeckt. Jeden Tag beobachtet sie, wie sich das erste Licht in ihren Garten tastet und die Schatten daraus verschwinden. Jeder Morgen ist anders und ruft andere Gedanken und Erinnerungen wach, an die Kindheit, das Elternhaus, die Studienjahre, die Berufszeit. Sie lebt in einem Dazwischen.

Ab CHF 24.65

Der Brief des Anwalts ist unmissverständlich: Seine Frau will die Trennung, er muss die gemeinsame Wohnung verlassen, der Sohn bleibt bei der Mutter, das Auto kann er behalten. Weil er arbeitslos ist, hat er keine andere Wahl, als in ein altes Ferienhaus in einem Bergdorf zu ziehen, eine Stunde von der Stadt entfernt. Getrieben von der Angst, auch noch seinen Sohn zu verlieren, rast er den Berg hinauf und hinunter, nimmt jeden Gelegenheitsjob an, den er bekommen kann, pendelt zwischen seinem Psychiater und seiner Anwältin, pumpt sich voll mit Bier und Tabletten. Die Tage ohne Arbeit verschwimmen im Delirium, bis er anfängt, seine Umgebung wahrzunehmen, den Garten in Ordnung zu bringen, im Kamin Feuer zu machen. Er beginnt wieder zu malen, wie früher, wie Alfonso Ossorio, sagt man ihm, einer, der gemalt habe wie Jackson Pollock, nur ein bisschen anders. Vor allem aber wird das Ferienhaus zum Refugium, das er jedes zweite Wochenende mit seinem Sohn teilt. Hier ist Raum für Spiele und Vertrautheit. Hier kommt, zusammen mit dem Winter, langsam wieder Ruhe in sein Leben. "Davonkommen" ist ein einziges großes Decrescendo. Der Roman kann, muss aber nicht, als Vorgeschichte zu "Tage mit Felice" gelesen werden.

Ab CHF 25.50

Seit 2014 herrscht im Osten der Ukraine Krieg zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten. Der Ausnahmezustand im Donbass ist für die betroffene Zivilbevölkerung und die Soldaten längst bitterer Alltag. Mit Fortdauer des Konflikts zementiert sich die faktische Abtrennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk. Bis Herbst 2017 starben über zehntausend Personen, Hunderttausende sind geflüchtet. Der Journalist André Widmer zeigt in seinem Buch eindrückliche Momentaufnahmen aus dem Konfliktgebiet. Er besuchte wichtige Schauplätze wie Debalzewo, den umkämpften Flughafen Donezk oder die Kleinstadt Awdijiwka, aber auch von der Außenwelt teilweise abgeschnittene Dörfer in der sogenannten grauen Zone. Er sprach mit Zivilisten, die in den Ortschaften nahe der Frontlinie wohnen, mit Menschen, deren Angehörige vermisst werden. An der Front unterhielt er sich mit Soldaten und freiwilligen Kämpfern. Interviews mit hohen Repräsentanten der ukrainischen Regierung, der Separatisten sowie der OSZE runden die Übersicht zur aktuellen Situation in der Ostukraine ab.

Ab CHF 24.65
Die Walserwanderungsbewegung zählt zu den letzten Völkerwanderungen im alpinen Raum am Ende des Spätmittelalters. Dieser Wanderführer folgt den Spuren der Walser und ihrer alten Kultur auf dem 2010 neu eröffneten Walserweg Graubünden. Die 4., aktualisierte Auflage bietet neu auf 23 Tagesetappen entlegene Walsersiedlungen, eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft, alpine Pässe im Parc Ela und im Rätikon, Moorlandschaften am San-Bernardino-Pass und auf der Alp Flix, Gastfreundschaft klein und fein. Alle Service-Infos wurden auf den neusten Stand gebracht. Dazu gibt es neue Hintergrundinfos und Fotos.
Ab CHF 39.10
Andrea stellt sich vor, auf dem Rücken eines Drachens über ihrem Dorf zu fliegen. Sie ist Anfang zwanzig, ihre Mutter hat die Familie vor zehn Jahren verlassen, der alkoholabhängige Vater bezieht Invalidenrente. Über solche Dinge wird zu Hause lieber geschwiegen, und Andrea erfährt am eigenen Leib: Wer über alte Geschichten nicht spricht, der wird sie auch nicht los. Für ihren Bruder Michl, der lieber Rockmusiker als ein dorfbekannter Schulversager wäre, denkt Andrea sich eine Fluchtgeschichte aus. Als sie ihren Vater und seine Schwägerin bei einem Annäherungsversuch erwischt, merkt sie: Michls Fluchtgeschichte muss auch ihre eigene werden. Zwei Tage später sitzen die Geschwister im Pick-up des Onkels und suchen das Weite. Andrea erzählt, erinnert, und sie erfindet. So auch eine kühnere Version ihrer selbst namens Ariane, die sie ermutigt, im wirklichen Leben über sich hinauszuwachsen - wenn sie sich, einmal in Basel, auf die Suche macht nach dem, was von ihrer Familie übrig ist. Und ein junger Mann namens Bastian auf dem Fahrrad um die Ecke kommt. Klug, dialogstark und mit vergnüglicher Fantasie lässt Simon Deckert uns eine Reise miterleben, die die Vergangenheit einholt und die Zukunft mit Händen greift. Ein überraschendes Debüt!
Ab CHF 22.10
»Isch das iez s Nötigscht?«, fragten nicht wenige, als vor fünfzig Jahren in der »Urdemokratie« Schweiz die Männer den Frauen - endlich! - das Stimmrecht gewährten. Janu, hieß es an manchen Stammtischen, ändern wird sich wohl nicht viel. Und nun? War's nötig, und hat sich was geändert? Die beiden Journalistinnen Rita Jost und Heidi Kronenberg haben dreißig Autorinnen, Kolumnistinnen und Historikerinnen zwischen 28 und 80 gebeten, ihren Alltag in Bezug auf das Frauenstimmrecht und das Frausein heute zu erforschen - und zu formulieren, was sie erleben, was sie ärgert, freut, herausfordert und anspornt. Entstanden ist eine wilde Mischung aus Texten zum Anstoßen. Anstoßen auf eine (späte) Errungenschaft, aber auch Anstoß geben, weiter Ungenügendes anzupacken. Denn in der Küche brodelt und gärt es nach wie vor. Eine Anthologie mit Hirn, Witz und Biss. Mit Texten von Patti Basler, Silvia Binggeli, Elisabeth Bronfen, Ariane von Graffenried, Elisabeth Joris, Nina Kunz, Fatima Moumouni, Angelika Waldis und vielen mehr. Dazu Illustrationen von Nora Ryser. Ein Buch nicht nur für Frauen, zu einem Jubiläum, das sicher kein Grund zum satten Ausruhen ist.
Ab CHF 23.80
Die passionierten Bergwanderer Ursula Bauer, Jürg Frischknecht und Marco Volken schnüren die Wanderschuhe für einmal in der Stadt. Sie haben Zürich von Nord nach Süd und von Ost nach West durchstreift, dabei die Stadt, in der sie seit Jahrzehnten zu Hause sind, neu entdeckt. In drei- bis fünfstündigen Wanderungen erschließen sie ein überraschendes Wanderparadies: Da wo Zürich am grünsten ist - auf dem Üetliberg und im Werenbachtobel, an der Sihl und am Zürichhorn. Wo Zürich am farbigsten ist - in den Rebbergen und botanischen Gärten, im Tropenhaus und in der Masoala-Halle. Wo Hügel zu Hügelchen werden - vom Entlisberg zum Lindenhof. Wo auf Industriebrachen das urbane Zürich boomt - vom Prime Tower bis zu den Freitagstaschen in Neu-Oerlikon, vom Google-Sitz bis zum Schiffbau. Wo Zürich am sonnigsten ist - vom Dolder Grand zu Vrenelisgärtli. Wo man im Wolfswinkel und im 'Kleeblatt' schläft - die Gartenstadt Schwamendingen und das ehemalige Bauerndorf Affoltern. Wo sich die Katzen Gute Nacht sagen - am Katzenbach, am Katzensee und am Büsisee. Wo man auch in Wanderschuhen einkehren kann: vom Muggenbühl zum Adlisberg. Es darf auch flaniert werden, wo schon Gottfried Keller und James Joyce promenierten -im Platzspitz und am See.
Ab CHF 34.00

Der Araberjunge Momo lebt im Pariser Stadtviertel Belleville gemeinsam mit anderen Ziehkindern bei Madame Rosa, einer alten Prostituierten, die als Jüdin in Auschwitz war. Unwissend, wie alt er ist, wer seine Eltern sind, macht er sich auf ihre Äußerungen und die anderen Härten des Lebens seinen Reim. Mit großen Augen streunt er durch die Straßen, lässt sich von reichen Frauen ansprechen. Mit Monsieur Hamil, dem Teppichhändler, der alles gesehen hat, tauscht er sich über die Liebe aus, und die angeschlagene Madame Rosa, die einen Aufzug verdient hätte, hievt er die Stufen des sechsstöckigen Hauses hinauf, in dem Huren, Transvestiten, Waisen, Schwarze und Araber zusammenleben. Als ihr Tod naht, begleitet er sie in ihr »jüdisches Versteck« im Keller. Du hast das Leben vor dir löste 1975 in der französischen Literaturwelt einen nie da gewesenen Skandal aus. Romain Gary hatte seinen Roman über die Beziehung zwischen dem Araberjungen und der jüdischen Ex-Prostituierten unter dem Pseudonym Émile Ajar veröffentlicht und erhielt dafür zum zweiten Mal den Prix Goncourt - was die Regeln des renommierten Literaturpreises verbieten. In über 30 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt, wurde es Garys erfolgreichstes Buch. Die Neuübersetzung von Christoph Roeber gibt der Erzählstimme des heranwachsenden Momo einen zeitgemäßen Ton.

Ab CHF 34.75
Der elternlose Ludo lebt in einem Dorf in der Normandie bei seinem Onkel, dem Landbriefträger Ambroise Fleury. Der gilt als leicht durch­geknallt und erfreut die Kinder rundum mit seinen selbst gebauten Drachen: BLAUER VOGEL, ZITTERBACKE, JEAN-JACQUES ROUSSEAU. Ludo, als wahrer Fleury, einer Familie, der die »Fähigkeit des Vergessens« nicht gegeben ist, leidet an »Gedächtnisüberschuss«; er kann das halbe Kursbuch der Eisenbahn aufsagen. Auch nicht aus dem Kopf geht ihm Lila, Tochter polnischer Adliger, die ihn nach Jahren des Wartens endlich auf den Sommersitz der Familie einlädt. Die Liebe ist kompliziert, im Weg steht nicht nur Lilas deutscher Cousin Hans, ­sondern bald auch der Krieg. Nach der Besatzung der Deutschen, verbunden mit Razzien und Deportationen, schließt Ludo sich der Résistance an, während der Onkel sieben gelbe Sterne am Himmel aufsteigen lässt.
Ab CHF 24.65
Ein Tag des Glücks für Danielle und Olivier, könnte man denken, an dem ihre Tochter Lou ein Kind zur Welt bringt. Die ganze Familie kommt in Bordeaux zusammen: Mathilde hat sich in Barcelona in den Nachtbus gesetzt, Edouard reist aus Cahors an. Allein, der älteste Bruder fehlt, und sein Schatten ist mächtig. Romain, einst verträumtes Kind, der sich rührend um seine Geschwister kümmerte, trank sich schon als Jugendlicher ins Koma. Alle verwickelte er sie in ein Lügennetz, bis er fortging und in Paris auf der Straße landete. Nun ist er wieder in der Gegend, beteuert, sein Leben endlich in die Hand zu nehmen, als ein Anruf die aufkeimende Hoffnung zunichte macht. Pascale Kramer legt in ihrem hochgelobten mehrstimmigen Roman die Gefühle jedes einzelnen für den so geliebten wie gehassten Sohn und Bruder frei. Im Moment der Geburt der kleinen Jeanne untergraben Schuldgefühle, Trauer, Wut und Sorge das Schweigen und das Nie-Gesagte. Das neuralgische Konstrukt einer Familie gerät ins Wanken.
Ab CHF 22.10
Ein Bergdorf im Tessin. Das frisch gestrichene Gemeindehaus, die Bar, wo der Alkohol fließt, der Schulbus aus Acquarossa, der Bauer Sosto, der letzte, der Kühe hat. Das Dorf von Felice. Vor dem ersten Hahnenschrei bricht er auf, der alte Kauz, der meistens barfuß läuft, um in einer Gumpe weit oben hinter dem Kiefernwald zu baden. Auch bei Regen, auch bei Schnee. Danach hackt er Holz, pflückt im Garten Kakis, und wenn er im Wald Pilze findet, kommt er mit Käse zurück. Der junge Mann aus der Stadt, der mit ihm geht, entdeckt eine nie gesehene Dunkelheit, eine Stille, die hörbar, eine Kälte, die Hitze wird - und so manches Geheimnis um den neunzig Jahre alten Mann. Ihm wird klar: Wir dürfen uns Felice als glücklichen Menschen vorstellen. Tage mit Felice ist ein minimalistisch erzählter Roman über die Kunst des einfachen Lebens und zugleich das Porträt eines Dorfs im Bleniotal. Dort oben, den Härten der Jahreszeiten ausgesetzt, wo niemand ein leichtes Auskommen hat, sind die Menschen rau und wortkarg und lieber mit den Tieren zusammen. Und doch ist da eine starke Gemeinschaft, die Leben und Tod und den Einbruch des technischen Zeitalters ganz selbstverständlich teilt. Eine ergreifende, entschleunigende Lektüre.
Ab CHF 23.80