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    Sungs Laden

    Sungs Laden

    Klappentext:

    Mit Wärme, Witz und Lust an kleinen Wundern: Karin Kalisa erzählt, wie das Leben in der Metropole Berlin sich verwandelt, sobald Urberliner und die Nachkommen der vietnamesischen Vertragsarbeiter der DDR sich zusammentun. Plötzlich tragen Parkraumwächter Kegelhüte, spannen sich Brücken aus Bambus zwischen den Mietshäusern, macht ein Zahnarzt kostenlosen Sonntagsdienst für die Patienten aus Fernost – eine spontane Alltagsrevolution, bei der auch die Hô-Chi-Minh-Flagge auf dem Bezirksamt nicht fehlen darf. Der Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung ist das Zentrum der Bewegung, ihre Aktionen gipfeln in einer grossen Vorstellung des vietnamesischen Wassertheaters in einem Ententeich. So geschieht das Unglaubliche: Gute Laune herrscht in Berlin – ein Traum vom geglückten Zusammenleben wird Wirklichkeit.

     

    Rezension:

    Angefangen hatte es in Berlin, im Quartier Prenzlauer Berg, mit dem Grundschulprojekt „weltoffene Woche“. An deren Schlussveranstaltung die Kinder ein Kulturgut ihres Heimatlandes vorstellten. Minh’s Grossmutter Hien nahm die Kinder mit ihrer Wassermarionettenpuppe auf eine multikulturelle Weihnachtsreise mit.
    Mit dieser Geschichte wurde, bildlich gesehen, ein Stein auf seine Reise über’s Wasser geschickt, springt auf, bildet Kreise, springt weiter. Die Kreise weiten sich aus, genügen sich selber erheben keinen Anspruch auf ….. So empfinde ich diese bezaubernde Geschichte von Sungs Familie, deren einzelne Mitglieder etwas ins Leben riefen, ohne an einen Kommerz zu denken, sie lösten Wellen aus. Die Vietnamesen im Prenzlauer Berg wurden wahrgenommen, angenommen, eine Leichtigkeit erwachte. Brücken zwischen den Kulturen entstanden und wurden begangen.

    Die Autorin verstand es so bildlich und fein zu formulieren. Bei der Beschreibung von Sungs Laden fühlte ich mich in ihn hineinversetzt, roch und fühlte die Atmosphäre. Seite für Seite ein Lesegenuss.

     

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