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Die Abschaffung des Menschen von Kaiser, Gunnar

Wie das Metaversum uns überflüssig macht
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ISBN: 978-3-95890-516-0
Herstellernummer: 38687240
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, September 2022
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Der Fortschritt der letzten Jahrhunderte, vor allem in den Bereichen Medizin, Psychologie ebenso wie der Unterhaltungsindustrie und der Künstlichen Intelligenz, zeigt sich in unserem Alltag in einer andauernden Ausweitung der Komfortzone - die Welt wird bewohnbar, vor allem aber "gemütlich" gemacht. Von der (geografischen) Eroberung der Erde über das Primat der Sicherheit und Vorhersagbarkeit, die Abschaffung der Leere und der Langeweile hin zur Eroberung des menschlichen Körpers und Geistes geht die Entwicklung, die sich bereits in bedenklichen "Einzelfällen" zeigt - etwa der Digitalen Identität mit implantiertem Chip, der Einbettung von Virtual Reality und maschinengestütztem Lernen. Selbst das Glücklichsein ist zu einem Konsumartikel geworden. Das stellt uns Menschen vor die Frage, wozu es die Menschheit in ihrer jetzigen Form eigentlich noch gibt. Die Frage "Wozu überhaupt noch Mensch sein?" entpuppt sich als die wahre Frage nach der conditio humana - als eine, die das Menschsein erst ausmacht. Sobald sie nicht mehr gestellt wird, kann man von einer erfolgreichen Abschaffung des Menschen sprechen. Wenn Gegenwehr gegen diese drohende Abschaffung des Menschen noch möglich ist, liegt sie in der Wiederherstellung von Bedeutung. Wir müssen begreifen, dass diese geistige Komponente nicht auf Digitales zu reduzieren ist. Der Geist des Menschen ist nämlich keineswegs bloße Informationsverarbeitung und analog zu einer Rechenmaschine zu verstehen. Ideen sind nicht Informationen, sondern verweisen auf Werte, die das Materielle übersteigen. Erst aus dieser Einsicht lässt sich Bedeutung generieren, die dem Menschen Orientierung verleiht und dem Fortschritt Grenzen auferlegt. Dies kann nicht als fortschrittsfeindliche Absage an die Technik geschehen, sondern als Philosophie der Lebenskunst, die sich auf die Bereiche fokussiert, die Bedeutung schaffen können: das Universelle, wahre Kunst, echte Gemeinschaft.

Autor Kaiser, Gunnar
Verlag Europa-Verlag
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2022
Seitenangabe 304 S.
Meldetext Noch nicht erschienen, September 2022
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen gebunden
Masse H21.5 cm x B13.5 cm
Verlagsartikelnummer 26000516
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Der Fortschritt der letzten Jahrhunderte, vor allem in den Bereichen Medizin, Psychologie ebenso wie der Unterhaltungsindustrie und der Künstlichen Intelligenz, zeigt sich in unserem Alltag in einer andauernden Ausweitung der Komfortzone - die Welt wird bewohnbar, vor allem aber "gemütlich" gemacht. Von der (geografischen) Eroberung der Erde über das Primat der Sicherheit und Vorhersagbarkeit, die Abschaffung der Leere und der Langeweile hin zur Eroberung des menschlichen Körpers und Geistes geht die Entwicklung, die sich bereits in bedenklichen "Einzelfällen" zeigt - etwa der Digitalen Identität mit implantiertem Chip, der Einbettung von Virtual Reality und maschinengestütztem Lernen. Selbst das Glücklichsein ist zu einem Konsumartikel geworden. Das stellt uns Menschen vor die Frage, wozu es die Menschheit in ihrer jetzigen Form eigentlich noch gibt. Die Frage "Wozu überhaupt noch Mensch sein?" entpuppt sich als die wahre Frage nach der conditio humana - als eine, die das Menschsein erst ausmacht. Sobald sie nicht mehr gestellt wird, kann man von einer erfolgreichen Abschaffung des Menschen sprechen. Wenn Gegenwehr gegen diese drohende Abschaffung des Menschen noch möglich ist, liegt sie in der Wiederherstellung von Bedeutung. Wir müssen begreifen, dass diese geistige Komponente nicht auf Digitales zu reduzieren ist. Der Geist des Menschen ist nämlich keineswegs bloße Informationsverarbeitung und analog zu einer Rechenmaschine zu verstehen. Ideen sind nicht Informationen, sondern verweisen auf Werte, die das Materielle übersteigen. Erst aus dieser Einsicht lässt sich Bedeutung generieren, die dem Menschen Orientierung verleiht und dem Fortschritt Grenzen auferlegt. Dies kann nicht als fortschrittsfeindliche Absage an die Technik geschehen, sondern als Philosophie der Lebenskunst, die sich auf die Bereiche fokussiert, die Bedeutung schaffen können: das Universelle, wahre Kunst, echte Gemeinschaft.

Über den Autor Kaiser, Gunnar

Gunnar Kaiser ist Schriftsteller und Philosoph. Sein Roman »Unter der Haut« erschien 2018 und wurde bislang in sechs Sprachen übersetzt. Auf seinem viel beachteten Videokanal »KaiserTV« führt er mit zahlreichen Menschen erkenntnisreiche Gespräche, zuletzt etwa mit Gerald Hüther, Markus Gabriel, Ulrike Guérot, Hans-Joachim Maaz, Henryk M. Broder und Philipp Blom. Als freier Journalist arbeitet Kaiser für verschiedene Medien, darunter die Neue Zürcher Zeitung, die Welt, den Schweizer Monat und die Berliner Zeitung. Er ist Gründer der Online-Akademie »Symposium«.

Matthias Burchardt, Jahrgang 1966, studierte Philosophie, Germanistik und Pädagogik in Köln und promovierte mit einer Dissertation über die Anthropologie Eugen Finks. Er ist Akademischer Rat am Institut für Bildungsphilosophie der Kölner Universität und Verfasser zahlreicher Publikationen zu den Themen Bildung, Kultur, Demokratie und Gesundheit. Von ihm stammt der Begriff des »Homo Hygienicus«, eines neuen Sozialtyps, der als Folge der Corona-Maßnahmen entstanden ist.

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