adhoc Buchhandlung Wil
Sie haben keine Artikel im Korb.

Bücher NZZ am Sonntag

Bücher am Sonntag in der NZZ

Neuerscheinungen, Rezensionen, Autorenporträts, Interviews und Analysen: Die Beilage der «NZZ am Sonntag» bietet einen umfassenden Überblick des aktuellen Literaturgeschehens. Sie erscheint 10 mal im Jahr, in der Regel jeweils am letzten Sonntag des Monats. 

Hier die aktuellen Titel vom 31.05.2020

Filters
pro Seite

Virtuos, schillernd und unerhört musikalisch: nach seinem gefeierten Debüt "Tram 83" der neue Roman von Fiston Mwanza Mujila

Im Grenzgebiet zwischen Angola und dem Kongo, in den Minen von Lunda Norte und im Zentrum von Lubumbashi tanzen Frauen ohne Alter, Diamantensucher, Gauner und Agenten aus aller Welt den "Tanz der Teufel". Neben absurden Dialogen und einer Fülle von Erzählsträngen und Abschweifungen ist es vor allem die Musik, die den Rhythmus von Fiston Mwanza Mujilas neuem Roman vorgibt. Und die Ironie des Romans lässt die Auswirkungen von Kolonialisierung, Globalisierung, Raubbau und Bürgerkrieg nur noch deutlicher erscheinen. Mit seinem gefeierten Debüt "Tram 83" hat Fiston Mwanza Mujila eine völlig neue Art von Roman erschaffen. Sein neues Buch ist noch schillernder, noch virtuoser und dabei noch politischer.

Ab Fr. 30.50

Belfast. Amelia ist acht, als die Troubles beginnen. Zum Ende der Unruhen ist sie Mitte dreißig. Dazwischen spannt sich die Geschichte eines Mädchens, das in einer verrückten Gesellschaft aufwächst und dabei ganz auf sich gestellt ist - trotz der Groß­familie, mit der es unter einem Dach lebt. Amelia will um jeden Preis vergessen, was um sie herum passiert. Und das ist so einiges: Schülerinnen, die bewaffnet herumspazieren, Babys, die Bomben sein könnten oder auch nicht, Jugendliche, die sich als Ordnungshüter aufspielen, und Heimwege, die ein bitterböses Ende bereithalten. Wenn Amelia überleben will, muss sie ihren eigenen Weg finden. Aber kann sie das an einem Ort, an dem die Menschen jedes Gefühl für­einander verloren haben?

Ab Fr. 30.50

Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromaus-älle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg - allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

Ab Fr. 39.85

Julia Weber arbeitet an ihrem zweiten Roman, als sie schwanger wird. Ein zweites Kind? Wie wird ihr Leben sein? Woher Kraft und Zeit nehmen für zwei Kinder und das Schreiben? In der Angst, dass das Leben und seine Forderungen ihre Kunst auffressen könnten, beginnt Julia Weber schreibend ein Gespräch mit ihren Romanfiguren. Der Alltag drängt sich in ihre Kunst und die Kunst drängt sich in den Alltag, dazu die Frage, wie es gelingen könnte, das Leben zu viert mitsamt ihrer Kunst. Sie protokolliert Gespräche mit H., ihrem Mann, sammelt Briefe an ihre Freundin A., Nachrichten ihrer Mutter, Erinnerungen an das eigene Kindsein, das Hineinwachsen in einen Frauenkörper, in einen erwachsenen Alltag der Notwendigkeiten, das Dagegenhalten gegen die Notwendigkeiten mit Hilfe der Kunst, das Dagegenhalten gegen die grosse Traurigkeit, gegen die Angst, und immer wieder die Anläufe in den Roman, die Verwandlung des Lebens in Literatur, Bewusstheit, Glück. «Die Vermengung» ist eine eindrückliche Beschreibung des weiblichen Körpers und seiner Transformation und die Erkundung einer weiblichen Biografie von heute zwischen Berufstätigkeit und Familie, zwischen Leben und Kunst, Freundschaft und Gesellschaft. Sie entwirft zugleich eine weibliche Poetik weit abseits einer hartnäckig überlieferten Genietradition, eine radikale und doch weiche, auf das Leben gerichtete Auffassung von Kunst. Ein hochpoetischer Text von grosser Kraft und Aktualität!

Ab Fr. 25.50

"Ein zartes, gewaltiges Kunststück." (The New York Times) - Percival Everetts großer Roman über Verlust und Erlösung

Der Paläontologe Zach Wells hat sich in seiner selbstironischen Abgeklärtheit bequem eingerichtet: Idealen misstraut er, ob an der Universität, wo er, selbst Afroamerikaner, sich nicht für Gleichberechtigung einsetzt, oder zu Hause in der erkalteten Beziehung zu seiner Frau. Einziges Licht in seinem Leben ist die zwölfjährige Tochter Sarah. Als diese ihr Sehvermögen verliert und eine erschütternde Diagnose folgt, flieht Zach in die Wüste New Mexicos. Dort geht er einem mysteriösen Hilferuf nach, den er in einer Second-Hand-Jacke gefunden hatte. Ebenso mitreißend wie psychologisch feinsinnig erzählt der Pulitzer-Preis-Finalist eine große Geschichte über Verlust und Erlösung.

Ab Fr. 27.65

»Folgt das Leben der Kunst, entsteht Kunstleben.«

>Spitzweg< ist die Geschichte einer frühen Liebe, ein literarisches Vexierspiel und ein Bildungsroman, der das Zauberhaft-Verrückte der Romantik in unsere kontrollbesessene Gegenwart holt¿... Eckhart Nickel ist ein fantastischer Erzähler!« Niklas Maak

>Spitzweg< ist ein riesengroßer Spaß, intelligent, aber auch voller Esprit.« SR 2, Literatur im Gespräch

>Spitzweg< ist eine herrlich überdrehte Feier des Eigensinnigen« SWR 2, Lesenswert

»Seine tiefhängenden Pointen sind genauso erhebend, wie sein Wissen erhaben ist.« Neue Zürcher Zeitung

»Nickel gehört zu den größten Stilisten seiner Generation.« Literarische Welt

Ab Fr. 26.25

Auf den Weltbestseller The Hill We Climb folgt der erste Gedichtband der gefeierten Lyrikerin.

Amanda Gorman hat am 20. Januar 2021 Geschichte geschrieben: mit ihrer Lyrik, ihrer Vision, ihrem Sinn für Gerechtigkeit und Hoffnung. The Hill We Climb wurde am Tag der Inauguration von Joe Biden zum berühmtesten Gedicht der Welt, und Amanda Gormans Worte inspirierten Millionen Menschen rund um den Globus. Nun legt die Autorin ihre erste Gedichtsammlung vor, in der sie sich erneut mit einer umwerfenden poetischen Kraft mit den Themen, die ihr am Herzen liegen, auseinandersetzt: Demokratie, Weltoffenheit, Antirassismus, Feminismus und Chancengleichheit.

Ein Meisterwerk moderner Poesie - von der Stimme unserer Zeit!

Ab Fr. 33.05

Fünfzehn radikale Lebensäußerungen, geschrieben von einem der großen Ausnahmetalente der deutschsprachigen Literatur.

In fünfzehn Episoden sprengt Helene Hegemann mit luzidem Blick und großer sprachlicher Wucht sämtliche Kategorien, über die wir die Gegenwart zu begreifen versuchen.

Ein Pfau wird mit einem Golfschläger getötet und entlarvt die Doppelmoral der amerikanischen Kulturelite. Eine junge Frau will zu ihren Eltern in die österreichische Provinz fahren und verpasst immer wieder ihre Station. Ein Bad in der Wolga markiert das Ende einer zerstörerischen Beziehung. Ein Junge verliebt sich in einen anderen, während sie von fünfzig Wildschweinen umzingelt werden. Eine Snowboarderin wacht unter einer Schneedecke auf. Ein Gemälde von Monet stürzt einen Kunstexperten in eine tiefe Sinnkrise. Es sind versehrte, kraftvolle Figuren, die Helene Hegemann durch das Buch und eine Welt wandern lässt, in der Gewalt am gefährlichsten ist, wenn sie unterdrückt werden soll, in der das Abarbeiten an Widersprüchen schmerzhaft, aber auch ein großes Vergnügen sein kann. Nach und nach setzt sich ein perfide konstruiertes Psychogramm unserer Gesellschaft zusammen, das verstörend und beglückend zugleich ist.
 
»Ich lief auf die Wolga zu, zog im Gehen meine Klamotten aus. Ich blieb so lang unter Wasser, bis mein Körper wieder atmen wollte.«

Ab Fr. 27.65

Während Mao gerade den »Großen Sprung nach vorn« propagiert, darf »Großmutter« Guo mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter in die Neubergstraße im sogenannten Harmoniedorf ziehen, einer neuen und einigermaßen komfortablen Siedlung auf einem Hügel, zu dessen Füßen die gigantische Dongshan-Stahlfabrik liegt. »Großmutter« wird sie vom Polizisten aus Respekt genannt, und zur Parteisekretärin der Neubergstraße wird sie, weil kein anderes Parteimitglied dort lebt. Guos Quartierinitiative wird durch den »Großen Sprung nach vorn«, mit der die Stahlproduktion in die Höhe getrieben werden soll, komplett in den Schatten gestellt. Plötzlich bauen sogar die bisher untätigen Hausfrauen des Quartiers einen Hochofen und beginnen Stahl zu schmelzen. Dabei treten sie in einen Wettstreit mit ihren Männern, den Arbeitern des Stahlwerks, darum, einen neuen Produktionsrekord aufzustellen, was damit verglichen wird, einen Satelliten ins All zu schießen. Die Stahlschmelze schlägt derweil Funken der Liebe, entfacht das Feuer der politischen Gesinnung und lässt die Flammen des Schicksals in den Himmel lodern. Wei Zhangs neuer Roman ist bunt und vielschichtig wie ein Kaleidoskop, dabei präzise beobachtet und mitreißend erzählt. Und am Ende - nach den Wirrungen der Kampagnenjahre - besinnen sich die Frauen des Quartiers endlich auf ihre Stärken und feiern mit selbstgeschneiderten Jeanshosen der Marke »Satellit« eine echte Kampagne mit greifbaren Erfolgen.

Ab Fr. 27.20

»Arnulf Schmitz-Zceisczyk mein Name, sehr erfreut. Ich bin schon lange hier. Ich wohn ja hier am Tegernsee. Wir sind hierhergekommen und da hat uns ein Bekannter aus München, ein Steuerberater, der hat mir gesagt, da gäbs ein Schnäppchen direkt am See. Und da waren so Bauersleutchen drin, aber ich muss Ihnen sagen, ich konnte dann das Ding, weil also finanziell waren die ja verzweifelt. Dann habe ich gesagt, na gut, ich bin so nett, ich geb ihnen das Geld. Sukzessive haben wir das Haus auf Vordermann gebracht. Ich war damals noch in Celle, dann in Göttingen, dann musste ich rüber nach West-Berlin - meine Frau hat gesagt, du bist ja immer unterwegs. Ich war immer ambulant. Sie müssen sich vorstellen, beruflich bin ich ja im Finanzwesen. Dann musste ich nach New York, wieder rüber, Südafrika, von Südafrika nach München und dann schnell zum Tegernsee wieder gucken, wie entwickeln sich die Sachen da.«

Ab Fr. 23.80

Ein Lied der Erinnerung an eine Kindheit zwischen Meer und Krieg.

Der französische Nobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio erinnert sich in »Bretonisches Lied« an seine Kinder- und Jugendzeit. An die Urlaube mit der Familie in der Bretagne und in »Das Kind und der Krieg« an seine frühe Kindheit im besetzten Süden Frankreichs. Zwei eindrückliche autobiografische Erzählungen aus einem anderen Jahrhundert, die in Frankreich die Bestsellerlisten gestürmt haben.

Nostalgisch, aber nie sentimental, so erinnert sich J.M.G. Le Clézio an die Bretagne seiner Kindheit und Jugend. Von 1948 bis 1954 hat er hier mit seiner Familie die Sommerferien verbracht. In einem von berückender Schönheit, aber auch von großer Armut geprägten Landstrich. In poetischen Bildern beschreibt Le Clézio diesen Kindheitsort, die Feste, die Natur, die Sprache, aber auch die Veränderungen, denen die Bretagne immer wieder unterworfen und deren Zeuge er zum Teil war. »Es ist das Land, das mir die meisten Emotionen und Erinnerungen gebracht hat«, sagt der Nobelpreisträger über die Bretagne, die es so, wie er sie erlebt hat, nicht mehr gibt.

Doch Le Clézio begibt sich noch weiter auf seiner Reise in die eigene Vergangenheit. In »Das Kind und der Krieg« erzählt er von der Zeit zwischen 1940 und 1945, die er als kleines Kind erst in Nizza und später, als die Deutschen auch den Süden Frankreichs besetzt hatten, in einem Versteck im Hinterland erlebte. Hier vermischen sich die Eindrücke: Erlebtes, Geträumtes, Erzähltes. Alles wird miteinander verwoben zu einem berührenden, eindringlichen Porträt einer Kriegskindheit, deren Essenz leider auch heute noch gültig ist.

Ab Fr. 26.25

Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch nun scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Kurzum: Die Tiere verhalten sich wider ihre Natur. In seinem neuen Roman schildert Karl Ove Knausgård eine Welt, in der die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht sind, obwohl das Buch eigentlich ganz realistisch vom Leben einiger Menschen, neun an der Zahl, während mehrerer Hochsommertage erzählt, und zwar in deren eigenen Worten. Da ist der Literaturprofessor Arne, der mit seiner Familie die Tage im Sommerhaus verbringt, an sich selbst zweifelt und mit seinem Nachbarn Egil über den Glauben an Gott diskutiert. Da ist die Pastorin Kathrine, die plötzlich merkt, dass sie ihre Ehe als Gefängnis empfindet. Da ist der Journalist Jostein, der auf einer exzessiven Trinktour von den mysteriösen Morden an Mitgliedern einer Death Metal Band hört, während seine Frau Turid in einer psychiatrischen Anstalt als Nachtwache arbeitet. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Ist er der Vorbote von etwas Bösen oder im Gegenteil die Verheißung von etwas Gutem?

Ab Fr. 33.05

Ein Kindheitsroman von bezwingender poetischer Kraft.

Ein Jahr um 1900 in der damaligen deutschen Provinz Posen und ein kleines Mädchen, Katharina, etwa sechs Jahre alt, Tochter eines Gutsbesitzers. Dazu ein schwarzer ausgestopfter Storch, der unheilvoll über dem Esstisch der Familie schwebt. Katharina ist die Tochter des Gutsbesitzers und - ungewöhnlich genug - selbst die Erzählerin.
Ilse Molzahn leiht ihr eine bezaubernde und einfache Sprache, die vieles offen lassen muss, denn das Mädchen ist mit einer Erwachsenenwelt und Vorgängen konfrontiert, die es nicht verstehen und nicht immer benennen kann: die scharfe Trennung von Herrschaft und Gesinde, das archaisch ländliche Leben, aber auch Missbrauch, Schwangerschaft, Abhängigkeiten, Rohheit und Gewalt. Von den Eltern, der fromm-bigotten Mutter und dem draufgängerischen Vater, ist keine Erklärung zu erwarten. Einzig in dem Dienstmädchen Helene findet Katharina eine Vertrauensperson. Doch Helene ist plötzlich verschwunden, gestorben bei einem Abtreibungsversuch.
Der Autorin ist etwas Seltenes gelungen: In einer verblüffend authentischen, zeitlosen Sprache erfasst sie die Welt des Kindes und sein magisch-inniges Erleben der Natur.
Der Roman erschien erstmals 1936, eine zweite Auflage wurde von den Nazis wegen »Herabsetzung des deutschen Junkertums« verhindert. Die Neuausgabe wird von Thomas Ehrsam mit einem umfangreichen Nachwort zur Entstehungs- und Publikationsgeschichte unter Berücksichtigung der Biografie der Autorin bereichert.

Ab Fr. 33.05

Während der Sowjetzeit bis zur Perestroika konnte Jelena Schwarz zensurbedingt keine einzige Zeile publizieren. In der inoffiziellen Lyrikszene Leningrads aber war sie als große Dichterin anerkannt. Heute gilt sie neben Achmatowa, Mandelstam oder Brodsky als eine der bedeutendsten Stimmen der russischen Poesie. Ihr Werk übt großen Einfluss auf jüngere Generationen aus. Insbesondere ihre Form der narrativen Poesie wurde für die russische Lyrik der Gegenwart wegweisend. Es sind Gedichte voller Lust am Erzählen, Zeigen, Spielen, Stilisieren und Scherzen. Die hier vorgelegte erste deutschsprachige Auswahl aus ihrem Werk zeigt alle Facetten ihres Schaffens. Das Spektrum reicht vom Sich-Abarbeiten an historischen Verhältnissen verschiedener Regionen und Epochen, mit Rückgriff auf die Mythologie, bis hin zu Liebesgedichten. Dabei steht Jelena Schwarz immer im intensiven Dialog mit der gesamten Weltliteratur und Philosophie.

Ab Fr. 24.55

Einer schreibt, dass er träumt, er lande mit fünf anderen auf einer einsamen Insel und beginne eines Abends am Lagerfeuer, eine Geschichte zu erzählen, von elf Menschen, die einer Frau, die im Sterben liegt, eine Woche lang Geschichten erzählen. Geschichten vom Glück, von der Liebe, von wahrer oder falscher Freundschaft, vom wahren oder falschen Leben, vom wahren oder falschen Ich, von der Zeit und ruhig auch vom Tod. Und los geht der Reigen. Wie eine Bergwanderung über Pässe eröffnet Ralf Schlatter immer neue Horizonte und faltet seine Welt vor uns auf, eine Welt voll von wilder Fantasie, magischem Realismus, poetischer Bildsprache, tieferem Sinn und höherer Komik.
43'586 ist eine augenzwinkernde Hommage an Boccaccios Decamerone, entstanden notabene unter dem Eindruck der Pest-Pandemie. Und wie bei Boccaccio wird auch hier in erster Linie das Leben gefeiert. Und immer unter der Oberfläche hervorschimmernd: die lebenserhaltende Notwendigkeit des Erzählens an sich - und das Spiel damit. Bis dem Erzähler buchstäblich die Wörter ausgehen.

Ab Fr. 24.55
«Schuld und Sühne auf dem Dorfe - die Schweiz hat eine neue Erzählerin.» Alex Capus
Ab Fr. 22.95

"Immer wieder ist es ein Glück Isaak Babel zu lesen." Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung

Isaak Babel ist ein hinreißender Erzähler von Weltrang; menschenfreundlich und liebenswürdig, und doch auf unbestechliche Weise der Wahrheit verpflichtet. Er wurde in finstere Zeiten hineingeboren, geprägt von Kriegen, politischen Umstürzen und antisemitischer Verfolgung. Diesen setzte er ein Werk entgegen, das durch seine menschliche Aufrichtigkeit und seinen künstlerischen Rang besticht. Die hier versammelten Dramen, Drehbücher, Reiseberichte, Erzählungen und sein Tagebuch von 1920 beschreiben Isaak Babels Weg vom gefeierten Autor der "Reiterarmee" bis zu seinem Ende unter Stalins Terror. Eine zeitlos bewegende Lektüre.

Ab Fr. 42.40

Rieke studiert Theologie und bereitet sich bei Sorgentelefon e. V. auf die Gemeindearbeit vor. Wanda sammelt für ein DDR-Museum Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden: »Das Gestern will im Heute nicht aufhören zu sprechen.« Für Matthias, der auf dem Bau arbeitet, ist das Dasein an sich eine rätselhafte Aufgabe: Während der Ausbildung bei Sorgentelefon e. V. hat er die schöne Emilia kennengelernt. Die traurige Buchhalterin Marianne, der pensionierte Redakteur Lorentz und die 80-jährige heitere Ich-Erzählerin von Schrey, die nicht weiß, ob sie eine verhinderte Pianistin oder eine verhinderte Terroristin ist, gehören ebenfalls in die Sorgentelefon-Gruppe. Alle sieben - so unterschiedlich ihre Leben verliefen - erfahren, dass Zuhören den Anrufenden in einer schlaflosen Nacht das Gefühl von Ausweglosigkeit nehmen kann - und mit dem Zuhören auch eigene Lebenserfahrungen einen unerwarteten Sinn bekommen. Ein unsichtbares Netz zwischen Rand und Mitte der Gesellschaft entsteht, das Lebensgeschichten aus dem Dunkel des Unerzählten fischt.

Ab Fr. 27.65

Elise ist Mitte fünfzig und mit ihrem Leben zufrieden. Sie ist seit 25 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und eine Hütte am See ... Doch eine zufällige Partybegegnung bringt alles ins Wanken. Was als Augenkontakt mit Dagmar beginnt, geht mit einer harmlosen SMS weiter und schwillt schnell zu der Art von Lust und Sehnsucht an, von der Elise nicht wusste, wie sehr sie in ihrem Leben fehlte. Beide zögern, aber sie können nicht widerstehen und arrangieren ein Treffen, das alles für immer verändern wird ...



"Die Geschichte ist meisterhaft erzählt, und man liest sie, als würde man einen Fluss beobachten, der von den ruhigen, aber unerbittlichen Wellen fortgetragen wird." Mirion Malle

"Anneli Furmark fängt auf brillante Weise das Unveränderliche ein - wie Leidenschaft und Begehren zu einem kommen können, wenn man es am wenigsten erwartet, und wie das schlafende Herz, wenn es einmal geweckt ist, nicht mehr lügen wird." Hiromi Goto

Ab Fr. 30.50

Der pensionierte Tierarzt Byongsu Kim lebt am Rand einer südkoreanischen Großstadt und verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen, Gedichte zu schreiben und durch seinen Bambushain zu spazieren. Was niemand ahnt: Kim ist ein Serienmörder und hat Dutzende Menschen auf dem Gewissen. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei Kim Alzheimer diagnostiziert. Um seine Adoptivtochter Unhi vor dem Killer zu schützen, plant der alte Mann einen letzten Mord, bevor seine Erinnerung verlischt.

Ab Fr. 14.35

In einem Vorort von Tel Aviv wird vor einem Krankenhaus ein Neugeborenes gefunden. Am selben Tag verschwindet ein Tourist und lässt sein Gepäck im Hotelzimmer zurück. Inspektor Avi Avraham hat genug von Bagatellfällen und häuslichen Dramen. Deshalb stürzt er sich gleich in den rätselhaften Vermisstenfall. Doch bald merkt er, dass auch das Private Sprengstoff birgt - und gerät in ein Labyrinth aus Gewalt und Täuschung, das ihn bis nach Paris führt und nicht nur mit dem Mossad in Konflikt bringt.

Ab Fr. 25.50

Ein Zug. Fünf Killer. Und ein Koffer voller Geld

Ein außergewöhnlicher, moderner Thriller aus Japan: »pures Adrenalin, schierer Wahnsinn. Äußerst originell!« The Guardian

Fünf Killer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sitzen zusammen mit dem Opfer einer Entführung und einem Koffer voller Geld im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, der auf die Endstation zurast, an der sie einer der Bosse von Tokios Unterwelt erwartet. Erst kommt der Koffer abhanden, dann verstirbt das Entführungsopfer auf mysteriöse Weise. Die Reise wird zu einer mit aberwitzigen Dialogen gespickten Höllenfahrt, an deren Ende nur einer den Zug verlassen wird.

»Ein Thriller voller Twists und Turns!« The Times

Ab Fr. 26.25

Krimiautorin Linn Kegel fiebert der Premiere ihres ersten Theaterstücks »Schwarze Petra« entgegen. Doch nichts läuft wie geplant: Der Intendant der Festung in Wien will Linns Stück unter vermeintlich männlichem Autorennamen auf die Bühne bringen. Und dann verschwindet auch noch die Hauptdarstellerin. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen - oder steckt doch etwas anderes dahinter? Das Ensemble jedenfalls war mit der Besetzung der weißen Vero für die Rolle der Schwarzen Petra so gar nicht einverstanden. Linn Kegel nimmt die Ermittlung auf. Ein neuer »feministischer Kicherkrimi« voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen.

Ab Fr. 17.45

Laura, bildschön und Anfang zwanzig, ist wieder in die Bretagne zurückgekehrt. Nun braucht sie erstens eine Wohnung und zweitens einen Job. Dass der Bürgermeister persönlich bei seinem alten Freund im Casino ein gutes Wort für sie einlegt, bleibt nicht folgenlos. Ihr Vater Max, einst französischer Boxmeister, steigt nach Jahren wieder in den Ring. Es sind noch einige alte Rechnungen offen in der kleinen bretonischen Stadt am Meer, in der diese Tragödie um Sex und Macht, Schicksal und Gerechtigkeit die Figuren unausweichlich zu Dominosteinen macht. Als Laura Monate später den nun ehemaligen Bürgermeister schließlich anzeigt, ist das Urteil längst gesprochen. Denn: Sie wollte es doch auch ... Tanguy Viel macht ein brutales, aktuelles Thema konkret, indem er es in die Provinz verschiebt. Er vergrößert, indem er verkleinert. Sein einzigartiger Stil erzwingt eine beunruhigende Untergrundspannung, fokussiert genau, lässt Bewegungen und Blicke sprechen. Ein Roman über Ohnmacht und Macht, ein stilistisches Kunstwerk, ein politisches Statement.

Ab Fr. 24.55

Harriet Tubman wurde in der Sklaverei geboren und träumte davon, frei zu sein. Sie war bereit, alles zu riskieren - auch ihr eigenes Leben -, um diesen Traum wahr werden zu lassen. Nach ihrer waghalsigen Flucht war sie Teil der geheimen Organisation »Underground Railroad« und half anderen auf dem gefährlichen Weg in die Freiheit. Die Organisation »Underground Railroad« war von etwa 1849 bis zum Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs aktiv, sie half geflüchteten Sklaven, aus den Südstaaten in die Nordstaaten der USA oder nach Kanada zu gelangen. Harriet Tubman war die bekannteste afroamerikanische Fluchthelferin dieser Organisation. Nachdem sie selbst im Jahr 1849 erfolgreich der Sklaverei entflohen war, kehrte sie unter dem Codenamen Moses mehrfach in die Südstaaten zurück, um anderen Sklaven auf ihrer Flucht behilflich zu sein. Im Amerikanischen Bürgerkrieg arbeitete sie als Kundschafterin für die Nordstaaten. In ihren späteren Lebensjahren engagierte sie sich in der Frauenbewegung. Heute zählt Harriet Tubman in den USA zu den bekanntesten historischen Persönlichkeiten des Abolitionismus. Ann Petrys »Harriet Tubman« wurde vom New Yorker als »ein bewegendes Porträt« und von der Chicago Tribune als »großartig« gelobt. Es ist ein ergreifendes und zugängliches Porträt der heldenhaften Frau, die mehr als siebzig versklavte Menschen in die Freiheit führte.

Ab Fr. 19.45

Manchmal wird zu viel geredet, manchmal zu wenig, und oft wird das Falsche gesagt. Vor allem, wenn es um Emotionales geht. Wie einfach es sein kann, zeigen die drei Texte, die in diesem Buch aufeinandertreffen - ein "Du bist mir mehr wert als alles andere", ein "Ich mag dich so, wie du bist" und eine Entschuldigung, so geradlinig und klar ausgedrückt, dass Kinder verstehen, dass es nur wenige Wörter braucht, die aber mit Herzenswärme, damit die richtige Botschaft ankommt. Barbara Hoffmann ist Illustratorin und Autorin, das Buch ist Preisträger des von Design Austria ausgelobten Romulus Candea Preises 2021.

Ab Fr. 20.85

Nach "Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte" das neue Kinderbuch der Jugendliteraturpreisträgerin Dita Zipfel. Ein Feuerwerk an Sprachwitz und Fantasie!

Jonny Ameise ist nicht wie andere Ameisen. Egal, wie sehr er sich anstrengt, die anderen sind besser: Sie können mehr tragen, sie können besser riechen und sehen und passen immer durch die Gänge des Ameisenhügels. Als Jonnys verdächtig großer Körper auch noch zu zittern beginnt und man das ansteckende Brummps diagnostiziert, hat er genug. Mit seiner Freundin Butz, der einzigen Ameise auf der Welt, die keine Lust auf Arbeiten hat, brennt er durch. Gemeinsam stürzen sie in ein Abenteuer, in dem Jonnys Schwächen immer mehr zu Stärken werden. Denn mit Brummps sind plötzlich Dinge möglich, von denen er nie zu träumen gewagt hat ...

Ab Fr. 18.60

Alina Bronsky - spannend wie immer, gefühlvoll wie nie!

Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis zur Volljährigkeit zählen. Mit der Liebe will sie nichts zu tun haben - und schon gar nichts mit den Annäherungsversuchen der Söhne der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat.

Doch dann stellen Caspar und Theo verbotene Fragen: Warum hat Maserati kein Smartphone? Wovor hat sie solche Angst? Und wie kann es sein, dass ihr Gesicht das Cover einer alten Schallplatte ziert? Plötzlich steckt Maserati bis zum Hals in Geheimnissen zweier Familien und im eigenen Gefühlschaos.

Ab Fr. 18.60

Bewahre das Geheimnis. Lebe die Lüge. Finde deine Wahrheit.

Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch im nahegelegenen Ojibwe-Reservat. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis' Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen ...

Ein bahnbrechender, fulminanter Thriller über eine Native American, die in einen Mordfall verwickelt wird - direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste.

Ab Fr. 24.55

Bi, cis oder non-binär? Ein Buch über Liebe, Identität und Sex, das für Respekt und Offenheit wirbt - rundum künstlerisch gestaltet und zeitgemäß illustriert

Kaum erblicken wir das Licht der Welt, landen wir in einer Schublade: Es ist ein Junge! Oder: ein Mädchen! Warum eigentlich? Und wie fühlen sich all jene, die sich mit dem Geschlecht auf ihrer Geburtsurkunde nicht identifizieren können? Wie reagieren, wenn der Schwarm der besten Freundin nicht männlich, sondern weiblich ist? Dieses Buch klärt auf über LGBTIQA+ und die Menschen hinter diesen Buchstaben. Es setzt sich mit gesellschaftlichen, gesundheitlichen und rechtlichen Fragen auseinander, lässt Betroffene zu Wort kommen und stellt Organisationen vor, die sich für Geschlechtervielfalt engagieren. Ein aktivistisches, ein empowerndes Buch, respektvoll, zeitgemäß und künstlerisch illustriert und gestaltet.

Ab Fr. 26.25

Zählenlernen bis eins - wie bitte? Ein verschmitztes Buch für alle, die es gar nicht abwarten können ...

In diesem Buch ist eines strengstens verboten: weiter zu zählen als bis eins! Natürlich, hier sind zwei Wale zu sehen, aber gezählt wird nur eines: das Würstchen, das einer der beiden Wale auf seiner Wasserfontäne balanciert. Auch wenn sich eine Menge Regenwürmer (unter uns: Es sind genau zehn, aber pssst!) auf der Seite kringeln, gezählt wird nur einer: der Verkleidete mit Schnurrbart, Mütze und Schal.
Auf jeder Seite dieses wunderschön illustrierten Buches gibt es einige, mehrere - um nicht zu sagen: unzählige - interessante Dinge und witzige Details zu entdecken. Aber falls irgendwer glauben sollte, man könnte sie einfach mal durchzählen, vielleicht sogar die sechsundvierzig kleinen Bilderrahmen mit Maus, Regenschirm, Krokodil, Pyramide, Glühbirne, Regenbogen, Marienkäfer, Skateboard und vielem mehr: Nix da, gezählt wird immer und ausschließlich nur bis eins! Dafür gibt es zum Schluss einen Preis, Betonung auf: einen. Und dann noch eine Draufgabe. Beginnt mit H und endet mit Undert, mehr wird nicht verraten ...

Ab Fr. 19.45

Bill ist der Einzige, der den Untergang der Jacht vor der Küste Marokkos überlebt. Allein in einem kleinen Boot, rettet er Aya, ein Berbermädchen, die in denselben Sturm geraten ist. Viele Wochen treiben die beiden verloren auf dem Meer, der unerbittlichen Sonne ausgeliefert. Nur die Nächte, in denen Aya - wie Scheherazade - Geschichten aus 1001 Nacht erzählt, können ihnen noch Hoffnung geben. Irgendwann stranden sie auf einer kleinen Insel, wo eine ganz andere Gefahr lauert ... Ein gnadenlos spannender Roman, der tief eintaucht in die Schönheit und den Schrecken des Meeres.

Ab Fr. 18.60

Ebba und Krähe sind allerbeste Freunde. Krähe ist ziemlich vorlaut und draufgängerisch, Ebba eher schüchtern und vorsichtig. Aber Ebba hat den kleinen Vogel fest in ihr Herz geschlossen. Und sie versteht nur zu gut, dass Krähe jetzt endlich seine in früher Kindheit verloren gegangenen Eltern suchen will. Die müssen irgendwo an der norwegischen Grenze leben. Eine Reise quer durch Schweden und ein unvergessliches Abenteuer beginnen!
Frida Nilsson erzählt mit großer Wärme und Humor von der Suche nach den eigenen Wurzeln und einer ganz besonderen Freundschaft. Ein wunderbares Leseabenteuer für alle ab 8.

Ab Fr. 17.45

Der Himmel ist heute der Marktplatz der Macht. Aber auch ein Raum der Geschichte, die insbesondere mit der Idee des Neuen Menschen zu tun hat. Für das Interkosmos-Programm der Sowjets war dieses Körperprojekt der absolute Leitstern und löste in der DDR zwischen 1972 und 1989 eine gründliche Forschungstätigkeit aus. Die Unterwerfung des Alls sollte durch einen Hochleistungsflieger, der sich über Jahre im Orbit aufhalten konnte, ermöglicht werden. Wie erschafft man einen maximal normierten und bedürfnislosen Körper? Aus den Verschlussakten der DDR-Militärforschung, heute in verschiedenen Archiven zugänglich, setzt Ines Geipel ein neues Bild zusammen: Experimentiert wurde nicht nur an Tieren, sondern auch an Menschen, in Krankenhäusern, Gefängnissen, an Soldaten und Hochleistungssportlern. Und nach 1989? Der Himmel ist so begehrt und teuer wie nie. An ihm führt kein Weg mehr vorbei.

Ab Fr. 26.25

«Ich liebe dieses Buch, und viele andere werden das auch tun. Ein berauschender Streifzug durch Orwells Leben und seine Zeit - und durch das Leben und die Zeit der Rosen.» Margaret Atwood

«Neben meiner Arbeit interessiert mich am meisten das Gärtnern», schrieb George Orwell 1940. Mit Erstaunen erkennt Rebecca Solnit nach einem Besuch im Garten von Orwell, wo seine Rosen noch heute blühen, dass es die Natur war, die Orwell Kraft gab, unermüdlich anzuschreiben gegen Faschismus und Totalitarismus.
Die Verquickungen von Macht und Schönheit führen Rebecca Solnit aus Orwells Garten zu den drängenden Fragen unserer Gegenwart, die sie bereits in den dreißiger Jahren angelegt sieht. Sie findet koloniale Hinterlassenschaften in Blumengärten, erkennt in Stalin mit seiner Besessenheit, Zitronen am Polarkreis züchten zu wollen, einen Vorläufer der «Klimaskeptiker» und sieht in der Rosenindustrie ein Paradebeispiel globalisierter Ausbeutung.
Rebecca Solnit macht sich unerschrocken auf in neue Gefilde - ihre Lektüre sensibilisiert für unsere Welt, spendet Trost und stellt sich, trotz allem unerschütterlich optimistisch, den Herausforderungen unserer Zeit. «Orwells Rosen» ist eine bemerkenswerte Reflexion über Lebenslust und Schönheit als Widerstandsakt.

Ab Fr. 28.80

Kann Demokratie in einer diversen Gesellschaft funktionieren? Politikwissenschaftler Yascha Mounk zeigt, wie dieses Experiment gelingt. Er liefert die Gebrauchsanweisung für unsere plurale Gesellschaft.

Globalisierung, Migration und Identitätspolitik prägen Deutschland und stellen das politische Systems vor ungeahnte Herausforderungen. Wie kann eine demokratische Verfassung die sozialen und politischen Zentrifugalkräfte einer multiethnischen Gesellschaft einhegen, ohne dabei die liberale Idee zu verraten? Der renommierte Politologe Yascha Mounk zeigt in seinem neuen Sachbuch nicht nur die Hindernisse, auf die das Experiment einer diversen Gesellschaft trifft. Er liefert auch die Anleitung für eine intakte multiethnischen Demokratie. Klarsichtig und mit analytischer Schärfe widmet er sich den Argumenten, die von rechts und links kommen: eine wegweisende Verteidigung pluralistischer Prinzipien. Denn nie war es wichtiger als heute, über die Balance von Gleichheit und individueller Freiheit nachzudenken.

  • Yascha Mounk untersucht zunächst, woran multiethnische Gesellschaften scheitern und warum ein "Weiter so!" nicht reicht.
  • In einem zweiten Schritt legt er dar, was die Grundpfeiler einer diversen Demokratie sind und lotet das Verhältnis von Individualismus und Gemeinschaft aus.
  • Schließlich schildert Mounk, warum es sich lohnt, das große Experiment zu wagen und warum die Antwort auf die Herausforderung Diversität nur die liberale Demokratie sein kann. Denn bei allen Unterschieden kommt es am Ende auch in einer vielfältigen Demokratie auf die Gemeinsamkeiten an.

Yascha Mounk, 1982 in München geboren, ist Politikwissenschaftler und Associate Professor an der Johns-Hopkins-Universität. Darüber hinaus hat er die einflussreiche Zeitschrift Persuasion gegründet und schreibt u.a. für die New York Times, den Atlantic und die ZEIT. Bei Droemer erschien 2018 Der Zerfall der Demokratie.

Ab Fr. 26.25

Der holländische Investigativjournalist Huib Modderkolk wollte es genau wissen. Wer sind die Leute, die sich hinter Spionage und Hacker Angriffen verbergen? Und in wessen Auftrag handeln sie? Der Autor hat jene, die sich lieber im Schatten der digitalen Welt bewegen, persönlich getroffen; etwa den meistgesuchten Hacker der Welt, den Russen Jewgeni Bogatschow, oder Edward Snowden, den weltberühmten »Leaker« im Exil. Modderkolk stellt den digitalen Weltkrieg lebensnah und in atemberaubendem Erzähltempo dar und zeigt, dass die letzte Schlacht noch lange nicht geschlagen ist.

Ab Fr. 26.25

Underground Economy ist eine packende Schilderung der besorgniserregenden Entwicklung der Hackerszene zu einer skrupellosen und hochprofitablen Industrie, die für Wirtschaftsunternehmen und Staaten zu einer ernsthaften Bedrohung geworden ist. Cyberkriminalität on demand.Täglich erreichen uns Meldungen über Hackerbanden, die in Unternehmen, Spitäler und staatliche Institutionen eindringen, deren Daten verschlüsseln und damit Millionenbeträge erpressen. Der Schweizer Journalist Otto Hostettler und der deutsche Threat-Intelligence-Spezialist Abdelkader Cornelius zeichnen in Underground Economy das erschreckende Bild einer weltweit operierenden und bestens organisierten Industrie von Cyberkriminellen. Die Angriffe werden immer aggressiver, die Erpresser verlangen immer höhere Summen und schrecken nicht mehr davor zurück, Hardware und Produktionsprozesse von Unternehmen zu manipulieren, lahmzulegen oder gar zu zerstören. Die Autoren berichten über Diskussionen in geschlossenen Foren, sprechen mit Cybercrime-Ermittlern und zeigen, vor welchen oftmals existenziellen Problemen gehackte Unternehmen stehen und wie einfach Cyberkriminelle im Untergrund ihre illegalen Infrastrukturen und Businessmodelle am Laufen halten können.

Ab Fr. 28.90

Solange man kein Grau gemalt habe, sagte Paul Cézanne einmal, sei man kein Maler. Wenn Peter Sloterdijk diesen Satz auf die Philosophie überträgt, mag dies als unerläutertes Behauptungsereignis wie eine maßlose Provokation klingen. Warum sollten Philosophen eine einzelne Farbe denken, anstatt sich mit Ethik, Metaphysik oder Logik zu beschäftigen? Doch schon eine erste historische Grabung verschafft der Intuition Plausibilität: Welche Farbe haben die Schatten in Platons Höhlengleichnis? Malt die Philosophie laut Hegel nicht stets Grisaillen? Und impliziert Heideggers In-der-Welt-sein nicht den Aufenthalt in einem diffusen Grau?

Peter Sloterdijk folgt dem grauen Faden durch die Philosophie-, Kunst- und Mentalitätsgeschichte. Er befasst sich mit der Rotvergrauung der Deutschen Demokratischen Republik, mit Graustufenphotographie und lebensfeindlichen Landschaften in der Literatur. Indem er das Grau als Metapher, als Stimmungsindikator und als Anzeige politisch-moralischer Zweideutigkeit erkundet, liefert er eine Vielzahl bestechender Belege für die titelgebende These.

Ab Fr. 33.05

1992 lehnten Volk und Stände den Vertrag über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab. Einige Monate zuvor hatte die Schweiz ein EU-Beitrittsgesuch in Brüssel deponiert, ziemlich unauffällig. Luzi Bernet war damals als junger Auslandskorrespondent vor Ort mit dabei. Von diesem Moment ausgehend spannt er den weiten Bogen über die Entwicklung der Schweizer Europapolitik der letzten dreissig Jahre bis hin zum Abbruch der Verhandlungen über das Rahmenabkommen. Der Autor legt keine trockene Abhandlung zur Zeitgeschichte vor, sondern eine profunde, leicht lesbare Entwicklungsgeschichte der Irrungen und Wirrungen der Schweizer Europapolitik der letzten drei Jahrzehnte. Hin- und hergerissen steckt das Land seit Jahren im Dilemma zwischen Annäherung und Blockade. Am Ende plädiert Luzi Bernet für einen entspannteren Europadiskurs.

Ab Fr. 30.60