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    Afrotopia

    >Dunkler Kontinent<, >Elendsgebiet< oder >Rohstofflager der Welt<, noch immer denken und reden wir über Afrika in Stereotypen. Und noch immer ist der Maßstab, mit dem wir den Zustand und die Perspektive des Kontinents beurteilen, das Entwicklungsmodell des Westens, selbst wenn sich dieses weltweit als höchst zerstörerisch erwiesen hat. In seinem bahnbrechenden Manifest, das zugleich Analyse und Utopie ist, fordert Felwine Sarr eine wirkliche Entkolonialisierung Afrikas, indem es sich auf seine vergessenen und verdrängten geistigen Ressourcen zurückbesinnt, ohne gleichwohl den Kontakt mit der Moderne zu verleugnen. So findet sich eine Fülle kulturellen und geistigen Reichtums, die auf ein anderes, ausgeglicheneres Verhältnis zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur verweist. Die afrikanische Kulturrevolution bietet dabei auch für den Rest des Planeten dringend benötigte Ansätze, um eine bewusstere und würdevollere Zivilisation zu begründen. In 35 Jahren wird ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika zuhause sein - höchste Zeit, die verborgene Lebenskraft des Kontinents zu entdecken und das Zeitalter des Afrofuturismus einzuläuten.

    Autor Sarr, Felwine / Henninger, Max (Übers.)
    Verlag Matthes + Seitz
    Einband Fester Einband
    Erscheinungsjahr 2019
    Seitenangabe 176 S.
    Meldetext Versandbereit innert 24 Stunden
    Ausgabekennzeichen Deutsch
    Masse H20.5 cm x B13.0 cm x D1.8 cm 286 g
    Auflage 2. A.
    Schlagwort Afrika / Senegal / Kolonialismus, Kolonialgeschichte / Kulturpolitik
    Fester Einband
    Versandbereit innert 24 Stunden
    978-3-95757-677-4
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    Über den Autor Sarr, Felwine

    Felwine Sarr wurde 1972 in Niodior im Senegal geboren. Er ist Schriftsteller, Musiker und lehrt als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Gaston Berger Universitat in Saint-Louis, Senegal. Im Marz 2018 wurde er gemeinsam mit Benedicte Savoy von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beauftragt, die Rückgabe von französischer Raubkunst nach Afrika vorzubereiten. Felwine Sarr gilt als einer der meistdiskutierten Denker Afrikas. Max Henninger lebt, nach Aufenthalten in den USA und Großbritannien, seit 2006 in Berlin und arbeitet dort als Konferenzdolmetscher und Übersetzer aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Er ist u. a. Übersetzer des italienischen Lyrikers und Romanciers Nanni Balestrini und der amerikanischen Politikwissenschaftlerin Silvia Federici. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen kritische Geschichtsschreibung und marxistische Theorie. Er ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift Sozial.Geschichte Online, Mitherausgeber mehrerer Sammelbände zu zeitgeschichtlichen Themen, etwa Krisen Proteste (Hamburg 2012, mit Peter Birke), und Autor von Armut, Arbeit, Entwicklung (Wien 2017).

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